Meine Gesundheitsgeschichte - Wasilik

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Also, Krankheiten gab es erstmal nicht. Nur Unfälle. Einer ist dieser:

Ich bekam wie immer mal einen Ochsenziemer - ich liebe die - und habe daran rumgeknabbert. Frauchen hat in der Zwischenzeit die Wohnung sauber gemacht. Muss ja auch sein. Wir bringen so viel Dreck mit rein. Den will ich hier nicht. Also weg damit. Dann hört Frauchen plötzlich wie ich röchel und weine und keine Luft mehr bekomme. Ich Panik, Frauchen Panik. Warum bekomme ich keine Luft mehr? Dann fällt Frauchen ein, der Ochsenziemer!!! Steckte doch der letzte Rest von dem Ziemer in meinem Hals und konnte nicht durchrutschen..... Hilfe, er drückte sogar die Luftröhre ab.

Also was tun? Frauchen denkt in Sekundenschnelle: Tierarzt? bis dahin ist er erstickt. Aber was soll sie tun und sie hatte eine komische Idee.

Mich in die Badewanne stellen, aus der Brause Wasser in meine Schnauze laufen lassen und hoffen, dass das Stück Ochsenziemer mit dem Wasser durchrutscht.  Ist geglückt. Ich nass von dem Wasser, Frauchen nass vor Angstschweiß. Aber ich durfte die nächsten Wochen keinen Ochsenziemer mehr essen - bäh Frauchen.

Na gut jetzt darf ich wieder - wenn auch nur in Deinem Beisein. Aber ich habe Dir bewiesen, dass ich jetzt damit besser umgehen kann.

Dann hatte ich eine schöne Zeit, ohne Krankheiten. Bis zum 3. Oktober 2003. Am 2. Oktober ist mein Frauchen mit uns und einigen Freunden und Verwandten auf die Insel Usedom gefahren. Der 3. Oktober ist ja schließlich ein Feiertag. Den wollten wir mit dem Wochenende verbinden und schön die Insel erkundigen. Also, kaum waren wir da, bemerkte mein Frauchen, dass ich nicht richtig atmen konnte. Ich röchelte ständig und essen mochte ich auch nicht. War aber schon sehr später Abend und sie meinte, mal schauen, wie die Nacht wird. Und die Nacht wurde furchtbar. Frauchen nicht geschlafen, weil sie mich ständig schütteln musste, damit ich weiteratme. Ich nicht geschlafen, weil ich keine Luft bekam. Dann am Morgen – Feiertag – Insel – finde da mal einen Nottierarzt. Also erstmal nach einem gefragt. Der eine war überhaupt nicht da und der andere Kilometer weit weg. Aber nichts wie hin. Mensch hatte Frauchen Angst dass ich ersticke. Aber ich kam dort an und das war ein ganz lieber Doktor. Ich glaube nur, er hatte noch nie einen Papillon gesehen. Der mich also untersucht. Ich hatte Fieber, einen zugeschwollenen Hals und furchtbar Schnupfen. Bekam eine Spritze, durfte nicht viel laufen und musste geschont werden. Also sind wird auf Usedom noch an den Strand gefahren, damit Bonnie laufen kann, ich wurde getragen – hurra – und durfte auch laufen, wenn ich wollte. Mir ging es dann ziemlich schnell besser. Am nächsten Morgen habe ich schon wieder was gegessen, weil die Spritze meinen Hals hat abschwellen lassen.

Eine Kontrolle zu Hause – noch eine Spritze. Aber dann war ich fit und bereit für neue Schandtaten.

Am 28. November 2003 kam die nächste größere Geschichte. Frauchen merkte wohl, dass ich ein wenig Durchfall hatte. Aber als wir nachmittags spazierengingen, kam plötzlich nur noch Blut hinten raus. Und was macht sie? Sucht ein großes Blatt, packt damit ein bisschen von dem Blut auf eine Taschentücherverpackung und deponiert das zu Hause in einer Fotofilmverpackung. Dann aber ab zum Tierarzt. Der hat sofort den Verdacht auf Rattengift gehabt. Aber als er meinen Darm untersuchte merkte er, dass das Blut schon wieder gerann. Also konnte es kein Rattengift sein.

Aber was für eine Aufregung..... Also wohl doch ein Virus. Mensch war Frauchen glücklich. Waren dann auch nur 3 Tage, die es mir nicht wohl ging, aber bis heute...... Toi Toi Toi.

Aber dann kam Ende Januar 2004. Da ging es von vorne los. Ich wurde plötzlich ganz apatisch und das natürlich wieder an einem Samstag. Frauchen dachte, na gut, erstmal schauen. Aber als ich gar nichts essen wollte und nur noch gelegen habe, dann völlig apatisch auf ihrem Schoß gelegen habe, ist sie ganz schnell mit mir zum Notarzt gefahren. Und wieder der Virus. Blut aus dem Hintern. Dann viele, viele Spritzen, auch die nächsten Tage. Aber es ging dann einigermaßen schnell wieder vorbei. Nur - ich habe meine Schwester Bonnie angesteckt. Die hatte es schwerer, aber darüber erzählt sie selbst.

Oktober 2006: Seit Wochen kratze ich mich permanent, mein Ohrbehang ist schon fast ganz weg und Frauchen prüft mich täglich. Aber Ungeziefer kann es nicht sein und Bonnie zeigt rote Stellen auf der Haut (aber die erzählt natürlich wieder selber). Tja und dann sagte Frauchen: So gehts nicht weiter also zum TA. Dort wurde dann festgestellt, dass ich (wir beide) unter den Gräsern leiden. Na ja mit Cortison und Stronghold und Baden haben wir das jetzt wieder in den Griff bekommen. Ich kratze mich nicht mehr und meine Ohren werden auch wieder voller :)

August 2007: erneute Kratzerei über 14 Tage, dass wir zum TA mussten. Tja und nun steht es wirklich fest: es ist eine Allergie gegen die blöden Grasmilben. Tja und dann gab es hier doch leider auch n och 2 Flöhe, aber die haben wir erfolgreich "bekämpft", mit allem, was nötig war, auch das Auto, den Fahrradanhänger und den Garten *puh*.

31. Mai 2008: angesteckt bei Bonnie - denken wir. Wasilik hatte plötzlich den heftigsten Durchfall, den er je hatte. Wir sind zum TA gefahren und er konnte nichts bei sich behalten. Der Durchfall sah schon fast aus wie Gel und sein Kreislauf brach nach dem TA-Besuch total zusammen. Naja, nach ein paar Tagen Medikamenten ging es dann etwas bergauf, nachdem wir 3 Tage 2 x täglich die gesamte Wohnung sowie den Hund gesäubert hatten:

Ach ja bei der Gelegenheit haben wir festgestellt, dass Wasilik Buscopan nicht wirklich gut verträgt, oder aber etwas zuviel gespritzt wurde. Auf jeden Fall werden wir das beim TA hinterlegen.

2. Oktober 2008: Nottierarzt - gestern haben alle Hunde Advantage bekommen gegen Flöhe und heute morgen war Wasilik am Spuken ohne Ende. Er wurde den Tag über elender und elender und schließlich sind wir zum Not-TA gefahren. Wir tippen entweder auf eine Unverträglichkeit gegen das Advantage oder einen Magenvirus. Es gab nun erstmal nen Zäpfchen, ne Spritze und Wasserverbot - bis auf stündlich 1 Löffel voll. Wasi hat Blut gespuckt und behielt wirklich nichts, nichtmal Wasser bei sich. Seit nun 1 1/2 Stunden (20 - 21.30 Uhr) wurde nichts mehr ausgespuckt. Wir hoffen mal..... und das zu Recht.

2. November 2008: es hört nicht auf. Jetzt haben wir eine andere Diagnose: Bandscheibenvorfall. Wasilik kränkelt in der Hinsicht jetzt schon etwas länger. Immer wieder zeigte er Beschwerden, Schmerzen, beim Hinlegen, beim Aufstehen, er hat mal 2 1/2 Tage keinen Kot abgesetzt, dann ist er ständig aufgestanden, hat sich wieder hingelegt usw. usf. Heute Nacht war es so schlimm, dass wir waren ständig hoch und nachts draußen, er hat geweint, gewimmert und geschrien. Also heute morgen zum TA. Dagnose: Bandscheibenvorfall und alle Symptome passen zusammen. Die Behandlung mit Metacam ist ihm sehr gut bekommen. Außerdem das Schonen, ihn warm halten und Bremsen hat das Übrige bewirkt. Ca. 1 Woche nach Behandlung scheint die Bandscheibe durch die Entkrampfung zurückgerutscht zu sein so wie er sich bewegt. Die Verspannungen und Verkrampfungen haben sich durch die Medikamente gelöst. Metacam ist abgesetzt. Sollten wieder Beschwerden auftreten wissen wir jetzt Bescheid und können schnell eingreifen. Hoffentlich ist das für dieses Jahr jetzt alles gewesen...

2. Januar 2009: naja was solls, ein neues Jahr, eine neue Krankheit (eher ein kleiner Unfall), Wasilik hat sich nen Dorn durch die Pfote gerammt und die musste entfernt werden. Jetzt möchte er unbedingt bedauert werden und betüddelt. Wir tun ihm natürlich den Gefallen:

4. Mai 2010: immerhin, bis jetzt hatten wir Ruhe. Aber am Wochenende musste Wasilik sich beim Treppenhochlaufen einen Schneidezahn fast "ausschlagen", er hing nur noch an einem kleinen Faden und so musste der raus, wir hatten sowieso wegen der Herzkontrolle einen TA-Termin und haben dann den Zahn gleich mitziehen lassen. Er fiel schon selbst raus, als die Zange angesetzt wurde. Nun hat er leider eine große Lücke vorne und schämt sich ein bisschen:

Immerhin muss er nun keine Treppen mehr laufen, ich trage ihn, er tut sich ständig weh, so als ob er die Stufen nicht mehr richtig sehen kann und dagegenrennt.

30. Juni 2010: mal wieder der Rücken. Am 27. Juni (Tag des Fußfallspiels gegen England) konnte Wasilik sich plötzlich nicht mehr bewegen, er schrie vor Schmerzen, wenn man ihn hochnahm und lag nur rum. Ich habe ihn mir dann den ganzen Tag in eine Decke eingewickelt auf den Schoß gelegt, was er sehr genossen hat. Am darauffolgenden Tag sind wir zum TA. Der stellte dann einen Bandscheibenvorfall im Brustwirbelbereich fest, er hatte vorne rechts keinerlei Stellreflex mehr und stand buckelig wie eine Katze. Nach einer Cortison-Spritze und Metacam wird es nun langsam besser. Heute, am 29.06.10 läuft er schon fast wieder normal. Ach wahrscheinlich kommt es von seinen ständigen Deckversuchen bei Bea, die er die vergangene Woche starten musste, weil sie so aufdringlich war. Bei der nächsten Läufigkeit wird das konsequent unterbunden. Der alte "Mann" kann das nicht mehr ab.

5. August 2010: so es ist amtlich: Wasi hat einer ziemlich schlimme Gräserallergie. Es ging wieder im Juli los mit der Kratzerei und es wurde immer schlimmer. Irgendwann hatte er offene wunde Stellen auf dem Rücken, die sogar schon eiterten und so sind wir schnell zum TA. Der stellte dann eindeutig eine Gräserallergie fest und gab eine Cortisonspritze mit Depotwirkung und gut 24 Stunden später ging es ihm schon wieder besser. Nun müssen wir halt jedes Jahr diese Spritze abholen. Also der Wasi ist auch wirklich gebeutelt, der arme Junge.

01.03.2011: Der arme Junge lief auf 3 Beinen, nachdem ihm am Abend zuvor eine Rottweilerhündin auf die Füße getrampelt war. Tja Ergebnis: angebrochen !!!! Spritzen und wochenlange Gabe von Metacam gegen die Schmerzen und ein wenig Schonung hat dann nach 4-5 Wochen Heilung gebracht. Er läuft wieder *puh*.

27. Februar 2012: wir haben mal ein Blutbild machen lassen, das Ergebnis gibts morgen. Irgendwie ist der Wasi nicht so drauf, spuckt hin und wieder Blut, wird immer knochiger. Wir warten einfach auf das Ergebnis morgen.Wir haben das Ergebnis: Die Blutwerte sind ok, aber er produziert zuviel Magensäure und dadurch ist wohl die Magenschleimhaut kaputt und es deutet sich ein Magengeschwür an. Jetzt gibt es eine 6-Wochen-Kur um die Magensäure zu reduzieren und einen Saft, ähnlich Maloxaan, was sich wie ein Film um die Schleimhaut legt. Jetzt sind schon 14 Tage vergangen und es geht es deutlich besser, er frisst wieder, spuckt nicht mehr und ich hoffe, er nimmt jetzt auch wieder zu, weil er alles bei sich behält.

5. Januar 2013: wir haben ein Problem mit der Psyche: seit Bonnie's Tod leidet Wasilik. Er frisst schlecht, er kann nicht mehr mit Bea und Biene allein bleiben. Er magert ab. Wir müssen versuchen, ihn aus dem Loch zu holen. Wahrscheinlich ist er in diesem Loch schon seit längerer Zeit. Ich arbeite daran ihm vor den Mädels ein bisschen den Rücken zu stärken, damit er wieder einen Platz im Rudel findet. Sobald es Änderungen gibt, werde ich hier berichten.

24. Februar 2013: es geht bergauf. Wasi frisst wieder. Er hatte letzte Woche zwar Durchfall, aber das war ein Infekt, wie wir seit gestern beim TA wissen. Er hat ein wenig zugelegt und nimmt auch wieder gern etwas zu sich. Hoffentlich haben wir den Tiefpunkt bei ihm überwunden.

26. März 2015: Wasilik hat sich auf die Reise gemacht und wir sind unendlich traurig:
Am Morgen ging es Wasilik noch gut, mittags als ich von der Arbeit kam auch wie immer: ich habe ihm die Entwässerungstablette gegeben und bin dann nach entsprechender Zeit mit ihm eine große Runde spazieren gegangen.
Nach dem Spaziergang und er entleert war habe ich gemerkt dass etwas "anders" war. Er wollte sich nicht mehr hinlegen und war unruhig. Ok ich dachte wie immer, er ist noch nicht leer. Also die "Binde" um und habe mich eine halbe Stunde hingelegt wie immer. Danach war eigentlich nichts mehr wie vorher. Er legte sich nicht hin. Er reckte seinen Hals nach oben, er schaute mich ständig hilfesuchend an und als es mir bewusst wurde waren die TA-Praxen zu. Also habe ich noch einmal entwässert und dann doch irgendwann den Not-TA angerufen, der zufälligerweise (sollte es so sein?) mein eigener TA war. Er meinte, noch einmal die volle Dröhnung Entwässerung gegen, damit die Lunge entlastet wird und notfalls in eine Windel packen. HAB ICH GEMACHT........ aber auch nach ner 3/4 Stunde keine Änderung und so meinte mein TA ich solle vorbeischauen. Da hatte ich noch Hoffnung..... untersucht und dann wurde klar. Er bekommt keine Luft mehr. Und so hab ich ihn dann sofort gehen lassen und nicht mehr lange rumexperimentiert. Am nächsten Tag haben wir ihn dann abgeholt und im Garten neben seiner geliebten Bonnie beerdigt

 

Wasi's Tierarztkosten jährlich zusammengefasst:

2002

74,45 EUR

2003

314,85 EUR

2004

80,13 EUR

2005

30,00 EUR

2006

69,93 EUR

2007

94,10 EUR

2008

174,70 EUR

2009 273,87 EUR
2010
Hundefriseur
355,19 EUR
18,00 EUR
2011
Hundefriseur
185,13 EUR
18,00 EUR
2012 506,41 EUR
2013 346,07 EUR
2014 58,60 EUR
2015 229,73 EUR

Wasilik's Chip-Nr.: 276098101109110