Gastroenteritis - und fast daran gestorben

Am 26. Juni 2020 sind wir zum Tierarzt gefahren, weil Milli kaum noch gefressen hatte, also seit etlichen Tagen das Futter verweigerte, sie wollte, aber sie konnte nicht. In unserer Tierarztpraxis wurde dann geröntgt, mit und ohne Kontrastmittel und nichts festgestellt. Also Novalgin geben, damit die Schmerzen aufhören (sie stöhnte auf sobald man sie hochnahm). Das haben wir dann so gemacht und 2 Tage später früh mogens hat Milli im hohen Bogen Blut gespuckt. Also haben wir sofort den Weg (es war ja Sonntag) in die Tierklinik angetreten.

Dort angekommen und Milli abgegeben (wegen Corona darf der Halter nicht mit rein) wurde mir mitgeteilt, dass sie so schlimm dran ist, dass sie dort bleiben muss. Das war das Schlimmste was passieren konnte aber die Alternative war, dass sie mir zu Hause versterben könnte. Der Sonntag war furchtbar und die Vorstellung, dass sie in der Klinik alleine in einer Box sitzen muss, unerträglich.

Trotz allem war es das Richtige für sie. Die Diagnose war dann: hochgradige Entzündung des Magens und Darms. Sie musste an den Tropf und bekam diverse Medikamente, ich sollte auf einen Anruf am nächsten Tag warten. Dieser kam dann kurz vor 14.00 Uhr und ich wurde gebeten, die Milli abzuholen und zu Hause stationär weiter zu behandeln, da sie dort vor Ort totunglücklich war. Ich habe es gewusst..... Also sofort losgedüst und dann hat es gedauert. Aber wir haben sie nach Hause geholt. Es ging ihr nicht gut aber mir wurde versichert, dass es besser ging als am Vortag. Gut das glauben wir dann erstmal. Es ging dann wirklich etwas bergauf mit den Medikamenten. Es hat zwar gedauert, mindestens 2-3 Tage aber dann habe ich gedacht: jetzt wird es wieder.

Am Freitag sollten wir zur Kontrolle und das war so schlimm für Milli, dass ich ausnahmsweise mit in den Behandlungsraum durfte. Aber es sah wenigstens alles super aus. Weiter so wurde uns gesagt.

Am gleichen Abend dann noch ein Rückfall: Milli hatte draußen was gefressen (was sie auf keinen Fall darf, sie bekommt immer noch Schonkost) und dann hatten wir 2 Tage wieder die vorherigen Symptome. Also alles wieder auf Null gefahren, Schonkost pur, Medikamente auf Höchstniveau und hoffen. Das dauerte 2 Tage und wurde dann am Sonntag wieder besser. Heute ist jetzt Mittwoch und ich habe das Gefühl wir haben das Schlimmste überstanden. Sie spielt wieder und frisst ganz gut. Schonkost mische ich mittlerweile halb und halb mit Normalfutter und ihren Magenschutz reduzieren wir langsam. Das wird noch ein langer Weg aber es war gut, dass die Klinik für sie da war.

Da es immer wieder kommen kann, hier jetzt alles aus der Klinik und dem Tierarzt was ich bekommen habe zum eventuellen Nachlesen:

Röntgen

Röntgen mit Kontrastmittel

Bericht aus der Klinik

Laborbefunde

Kotuntersuchung

Und jetzt warten wir einfach mal dass es noch besser wird.

Und es ist besser geworden: Update vom 22. Juli 2020. Wir sollen alle Medikamente langsam rausschleichen und auf Normalfutter umstellen. Das klappt jetzt super und somit hoffen wir, dass alles überstanden ist. Zum Verständnis hier noch ein paar Bilder:

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Hiermit schließen wir die Seite und hoffen, dass wir sie nie wieder öffnen müssen...