Sonderfall Zwingerhusten

Impfen gegen Zwingerhusten (Parainfluenza = Pi) ist genauso wie die Impfung gegen Borreliose sehr umstritten. Zum einen erkranken häufig auch geimpfte Hunde und zum anderen gibt es diesen Impfstoff nicht als Einzelimpfstoff. Wer also überlegt, seinen Hund gegen bestimmte Krankheiten nicht mehr (nachdem der Hund immun ist) impfen zu lassen, der kann gar nicht nur gegen Pi impfen lassen.

Eine Möglichkeit gibt es:

Als Alternative ist noch ein "Nasenimpfstoff" (Intrac) - ein Lebendimpfstoff - auf dem Markt, was bedeutet, daß der Impfstoff in beide Nasenlöcher des Hundes eingeträufelt wird. Dieser Impfstoff ist zwar gegen die bakterielle Erkrankung wirksam, leider nicht gegen die von Viren übertragene. Einige Hunde wehren sich sehr stark bei dieser Maßnahme oder der Tierarzt hat keine Chance ungefährdet am Vorderende des Hundes zu arbeiten. Ansonsten ist dieser Impfstoff recht gut. Leider hält der Impfschutz nur etwa 6 bis 8 Monate an. Selten kommt es nach der Impfung einige Tage zur Niesen, Husten und Nasenausfluß.

  Da ist es wieder: Es hält nur 6-8 Monate... Warum dann im jährlichen Takt ???

Zwingerhusten ist zudem eine bakterielle plus virelle Erkrankung, die in der Regel gut behandelbar ist, die Impfungen dagegen aber umstritten. Einige stehen im Verdacht, das Immunsystem des Hundes zu schte uädigen.

Der Zwingerhusten-Impfstoff, der in vielen Kombinationsvakzinen enthalten ist, schützt nur vor einem Erreger des Zwingerhustens, dem caninen Para influenza-Virus. Die sogenannte "Hundegrippe" kann aber durch mehrere virale und verschiedene bakterielle Erreger ausgelöst und  zusätzlich kompliziert und verschlimmert werden. Die Wirksamkeit dieses Impfstoffs ist daher sehr fraglich, denn geimpfte Hunde können genauso erkranken wie ungeimpfte.

 

Obwohl viele Hunde regelmäßig gegen Zwingerhusten geimpft werden, bekommen sie fast jedes Jahr Husten.

Lt. Hersteller und Tierärzte :
"Um eine gute Immunität zu erreichen, müssen die Kombinations- und die Zwingerhustenimpfungen beim ersten Mal wiederholt (geboostert) werden, sonst reicht der Impfschutz nicht aus, also 2 x im Abstand von einem Monat, danach 1 x im Jahr”.

Nun frage ich ....wenn es trotz Impfung Erkrankungen an Zwingerhusten gibt, (da sich andere Bakterien und Viren "gesucht und gefunden" haben)...wie sinnvoll ist dann überhaupt eine Impfung gegen “Zwingerhusten”?

Es gibt eine Studie in den USA, welche besagt, dass Zwingerhusten durch Impfungen nicht in den Griff zu bekommen ist.  (Es wurden dabei viele Hunde auf engem Raum gehalten). Der einzige Zwingerhusten-Erreger, gegen den geimpft wird und bei dem die Impfung greift, ist CAV-2 (in den Kombis enthalten und schützt gegen CAV-1 = Hepatitis-Erreger und  den Zwingerhusten-Erreger CAV-2).
Trotz Impfung waren viele Hunde in dieser Studie mit Pi (Parainfluenza) infiziert und man hat ausserdem noch folgende Erreger gefunden: Canines Herpesvirus und Canines respiratorisches Coronavirus.

Eine Umfrage von Canine Health Concern ergab, dass viele Tiere überdurchschnittlich oft in den ersten drei Monaten nach Impfung erkrankten. Es sind einige Fälle bekannt, nach denen Hunde erst durch eine Pi-Impfung an Zwingerhusten erkrankten bzw. der Husten dadurch ausgebrochen ist.