Sonderfall Borreliose

Die Impfung gegen Borreliose bei Hunden wird immer wieder empfohlen. Aber auch diese Impfung ist nicht unumstritten. Zum einen dürfen wirklich nur Hunde geimpft werden, die auch wirklich keine Borrelien in sich tragen. Ist also ein Hund im Laufe seines Lebens mal von einer Zecke bewohnt gewesen, dann MUSS vor einer Borreliose-Impfung unbedingt eine Borrelien-Bestimmung durchgeführt werden. DENN: Sollte der Hund Borrelien-Träger sein, wird mit großer Wahrscheinlichkeit nach einer Impfung die Krankheit ausbrechen.

Dann muss unbedingt abgewogen werden, ob die B-Impfung wirklich Sinn macht, da
- die Impfung nur gegen eine Art der von Zecken übertragenen Erreger wirksam ist (die Lyme-Borreliose)
- es diese Impfung für den Menschen nicht gibt (nur gegen die FSME - diese wiederum nicht für den Hund)
- Hunde, die regelmäßig Zecken haben, Antikörper gegen Lyme-Borreliose entwickeln
- die Lyme-Borreliose von mindestens 3 verschienen Erregern verursacht wird, aber nur gegen 1 geimpft wird
 - Borreliose durchaus mit Antibiotika behandelbar ist, wenn man es rechtzeitig erkennt.

Es ist also immer sinnvoll, einen Hund nach Zeckenbissen gut zu beobachten und auch die Bissstellen zu kontrollieren (bilden sich rote Schwellungen - dann nichts wie ab zum Tierarzt).

Und am sinnvollsten ist es zurzeit noch, den Hund vorsorglich gegen Zecken zu schützen (beim TA oder im Fachhandel erhältliche Mittel wie Frontline, ExSpot, Scalibor-Halsband u.a.) und vor allem nach Spaziergängen abzusuchen und eventuelle Zecken sofort zu entfernen.