Ich heiße Funky und bin der Kater der Familie.

Am 15. Juli 1996 kam ich dazu. Damals gab es nur Asko als Vierbeiner. Ich wurde mit fast einem Jahr auf der Straße gefunden. Vom Auto überfahren. Eigentlich wollte man mich nur zum Tierarzt bringen, damit ich eingeschläfert werde, weil ich so schlimm aussah und nicht leiden muss.

Der Tierarzt sagte aber dann, das könnte man heilen. Also durfte ich weiterleben. Ich hatte einen Trümmerbruch in der Hüfte, eine kaputte Gesichtshälfte, konnte ein Auge nicht schließen und war im Ganzen eigentlich für jede Zuwendung dankbar, da ich bis dahin nur draußen gelebt hatte.

So langsam wurde ich gesund, wollte aber nicht mehr raus, nicht mal auf den Balkon. Sobald ich ein Auto oder Motorrad hörte, war ich unterm Bett. Nach gut einem halben Jahr legte sich dass dann aber.

Jetzt liebe ich es, im Sommer auf dem gesicherten Balkon zu liegen oder auf der Fensterbank. Einmal habe ich mich sogar raus getraut. Als Frauchen mit Asko spazieren gehen wollte, bin ich einfach mit vor die Tür gehuscht. Aber das war es denn auch. Frauchen kam von ihrem Spaziergang wieder zurück und ich saß immer noch vor der Tür. Da war Frauchen vielleicht erschrocken. Schnell die Tür auf und ich wie der Blitz wieder rein. Das hat mir bis heute auch gereicht. Solch einen Versuch starte ich wohl nie wieder.

Als ich drei Jahre alt war, starb Asko und Bonnie kam zu uns. Da hatte Frauchen dann viel mit Hundewelpenerziehung zu tun und etwas weniger Zeit für mich. Ich tat ihr so leid, dass sie meinte, ich solle eine kleine Schwester bekommen. Und die bekam ich. Mein Gott, war die nervig. So aufdringlich und ließ mich nicht in Ruhe. Aber nach ein paar Tagen hatte ich ihr gezeigt, wer das Sagen hat
(ob sie das heute noch weiß? Denke eher nicht).

Bis heute hat Frauchen nicht bereut, dass ich bei ihr bleiben durfte. Ich glaube, ich bin ihr kleiner Schmusebär (wenn ich auch in echt ein Grautiger bin).

Ich bin berühmt: