Kaputte Bandscheibe

So, es ist raus, wir waren am 20.04.04 in Hamburg zu einer Computertomograhie. Das war sehr aufregend. Für mich als auch für Bonnie. Wir mussten erst in die Tierarztpraxis kommen, dort wurde Bonnie gewogen, am Bein rasiert und dann wurde ein Venen-Katheder gelegt. Danach mussten wir noch ein bisschen warten und wir fuhren dann in eine andere Praxis, wo ein CT gemacht werden kann. Inzwischen waren ca. 1 1/2 Stunden vergangen, Bonnie und ich hatten lange warten müssen, auch im Auto:

Venenkatheter

Hier eine Aufnahme von dem Venenkatheter, tut ihr weh, ich merke es, da sie ihr Bein nicht benutzt. Aber sie ist ganz die Ruhe selbst, seht ihr: beim Warten auf das CT:

Warten im Auto

Im Auto, das Foto ist nicht ganz scharf, weil mit Handy aufgenommen.

Aber wir haben die Zeit gut überstanden, Bonnie geht es heute wieder gut, am Abend der Aufnahme war es furchtbar. Sie hat bis in die Nacht in Narkose gelegen, mir ins Bett gepischert, was mich überhaupt nicht stört, aber sie selbst. Dann hat sie um 23.00 Uhr abends raus wollen. Ich hatte mich ja schon damit abgefunden, dass ich morgens alles aufwischen darf, aber gut, dann rausgetragen. Auf den Rasen gesetzt und sie wankt in ihrem verwirrten Narkosezustand los. Ich hinterher. So schnell kann ich gar nicht. Also im Galopp um das Haus. Sie wollte wohl nur wissen, ob sie auch wirklich wieder zu Hause ist. Kann ich ja verstehen. Dann sofort wieder rein und ab ins Betti.Wir geschlafen und um halb acht wollte sie dann endlich raus. Da ging es denn bergauf.

Jetzt aber die Diagnose: Bandscheibe zerbröselt zwischen dem letzten Lendenwirbel und dem Kreuzbein. Also müssen wir umdenken.

Jetzt haben wir uns über weitere Verhaltensmaßnahmen und Behandlungen mit dem Tierarzt unterhalten. Bonnie kann weiter das tun, was sie selbst möchte. Nur animiert darf sie nicht werden. Zur täglichen Behandlung haben wir ein Pulver (Cartiflex) zur Unterstützung von Knorpel und Gelenken bekommen. Für den Notfall haben wir Rimadyl-Tabletten im Haus. Jetzt hoffen wir, dass die Rimadyl-Tabletten möglichst lange nicht gebraucht werden.
Die weiteren Berichte kommen dann jetzt hier. Draufklicken, um zum entsprechenden Bericht zu kommen:

5. Juli 2004

31. August 2004

19. Januar 2005

24. September 2005

4. September 2006

10. Mai 2007

16. Juni 2007

 

5. Juli 2004:

Bonnie geht es super seit sie das Pulver bekommt. Wir haben bisher keine Anstalten eines Problems mit der Bandscheibe gehabt. Sie läuft, ist sicher auf ihren Beinen und tobt wie wild durch die Gegend. Ich bremse sie nicht. Aber ich fördere sie auch nicht mehr. Wenn sie von allein springen will - bitteschön.

31. August 2004:

Bonnie ist immer noch super drauf. Sie hüpft und springt und läuft - sie freut sich einfach ihres Lebens. Wahrscheinlich hat sie jetzt keine Schmerzen. So sieht es jedenfalls aus. Aber eine Neuigkeit gibt es. Ich habe mein Auto gewechselt. Da Bonnie nicht mehr springen soll, musste der Kombi weg und ein Auto her, wo sie einsteigen kann. Also wieder ein Dreitürer - Vordersitz nach vorne klappen, damit Bonnie langsam einsteigt. Vor 14 Tagen haben wir jetzt ein neues Auto gekauft und es klappt super mit dem Einsteigen. Bonnie versucht gar nicht mehr, ins Auto zu springen, sie steigt ganz hochherrschaftlich ein:

19. Januar 2005:

Bis jetzt ging alles wunderbar - keinerlei Anzeichen von Schmerzen. Aber: die vergangene Nacht:
Um Mitternacht bin ich wach geworden, weil Bonnie unruhig war. Ich habe sie dann in den Arm genommen und gemerkt, dass ihr ganzer Körper zuckte. Jedesmal, wenn diese Zuckanfälle kamen ist sie aufgestanden und hat sich woanders hinlegen wollen. Es ging aber nicht, weil es nicht aufhörte. Die arme Bonnie tat mir so leid, sie wollte gerne zur Ruhe kommen, konnte aber nicht. Ich habe ihr dann Rescue-Tropfen gegeben. Alle 15 Minuten 5 Tropfen, irgendwann sah mich Bonnie so hilflos an, dass ich selber fast anfing zu weinen. Aber nach ca. 2-3 Stunden wurde sie ruhiger. Ihr Körper wurde ruhiger und die Zuckungen wurden seltener. Also konnte sie sich auch wieder etwas hinlegen. Gott sei Dank. Wir haben dann noch 2,5 Stunden schlafen können.
Wir hatten das schon mal vor 1 1/2 Jahren, danach haben wir ja die Diagnose-Suche begonnen. Dieses mal war ich gewappnet, hatte alles im Haus, was ich brauchte und wusste vor allen Dingen, was los war. Es hat uns sehr geholfen. Wir hoffen jetzt, dass so ein Anfall nicht so schnell wieder kommt *Daumen-drück*.

24. September 2005:

Bis heute ist nichts mehr vorgefallen mit Bonnies Rücken und wir hoffen, dass es auch noch lange so weiter bleibt. Scheinbar hilft ihr das Cartiflex wirklich so gut, dass sie damit gut zurecht kommt.

4. September 2006:

Jetzt ist fast wieder 1 Jahr rum und es gibt keinen nennenswerten Vorfälle. Einmal musste Bonnie eine Rimadyl bekommen, weil sie deutlich Schmerzen zeigte. Schuld war wohl ich, weil ich sorglos wurde durch die schmerzfreie Zeit. Zwischendurch gab es mal Trockenfutter, was Bonnie nicht gut verträgt durch den Getreideanteil, dann sind wir im Regen spazieren gewesen, was äußerst ungünstig ist bei der Diagnose und da muss ich mir dann halt die Schuld geben. Aber es war nur dieser eine Fall bis jetzt.

 10. Mai 2007:

Bonnie ist jetzt 9 1/2 Jahre alt und so langsam merken wir, dass der Rücken nicht ganz heil ist. Ich schäme mich ganz doll, aber ich hatte vergessen, Cartiflex vom TA zu besorgen und bin über die letzten Feiertage, als es so heiß war mit den Hunden mit Fahrrad in den Garten gefahren. Am dritten Tag merkte ich erst, was los war: Bonnie kam nicht mehr richtig hoch und konnte sich nur mit Mühe wieder hinlegen *ich Schussel*. Sie bekam dann gleich eine Rimadyl und ich fuhr mit ihr mit dem Auto. Am nächsten Tag war auch beim TA wie offen und ich konnte Cartiflex besorgen. Am zweiten Tag nach der Gabe war sie wieder ganz die Alte *puh*. Also auch mal so für mich gut zu wissen, es ist lebensnotwendig für Bonnie, dass sie das Cartiflex bekommt. Zukünftig werde ich mehr darauf achten. Und gut, dass wir Rimadyl im Hause hatten, auch die werde ich wieder in Reserve besorgen.

Nun hoffen wir erstmal, dass es beschwerdefrei weitergeht. Nach der Erfahrung habe ich jetzt einen Fahrradanhänger besorgt für unsere Fahrten in den Garten. Ab nächster Woche werden wir dann mal langsam üben.

16. Juni 2007:

Seit ein paar Wochen geht es deutlich bergab. Sie zeigt wieder Schmerzen beim Laufen, sie ist seeehr langsam, kommt manchmal nicht zum Liegen - geschweige denn wieder hoch und sie lahmt ganz deutlich. Ist das eine Bein mal wieder ok, fängt sie mit dem anderen Bein an zu lahmen. Die gesamte letzte Woche bekam sie täglich Rimadyl, damit sie überhaupt hoch kam und laufen konnte. Allerdings halfen ihr dann die Schmerztabletten wieder so gut, dass sie plötzliche Anwandlungen von Toberei bekam. Also wieder bremsen. Seit 2 Tagen gebe ich also erstmal keine Tabletten mehr und sie schont sich selbst - im Moment geht es einigermaßen gut. Ich weiß, ich kann sie nicht heilen, aber trotzdem tut es verdammt weh zu sehen, wie sehr sie jetzt abbaut. Sie hat durch die Rückenprobleme, die wir ja lange nicht wussten, eine Fehl(schon)haltung beim Laufen, Liegen, Gehen, Aufstehen, Hinlegen gehabt, dass es sich jetzt rächt. Sie wird demnächst 10 Jahre und ich sehe es sehr deutlich das Alter. Wir waren dann heute beim TA und haben vor allem erst einmal die viel zu langen Krallen abschneiden lassen, damit das Laufen nicht noch zusätzlich erschwert wird.

Alles andere müssen wir erstmal durch Schonung etwas bessern und dann in der nächsten Woche mal in Ruhe beim TA durchsprechen.