Wie alle anderen auch: Biene und Krankheiten oder auch: Tierarztbesuche

Unsere erste kleine Verletzung: Am 19. Januar 2012 gab es einen Schrei, die Katze rannte an mir vorbei und ich schnappte mir, nachdem ich Bienes rotes Auge sah die Jacke, den Hund, die Schlüssel und war in 10 min. beim Tierarzt. Als wir dort waren hatte sich schon alles wieder beruhig, aber trotzdem wollte ich die TÄ draufgucken lassen. Die Netzhaut war heil, ein kleines Gefäß war verletzt, aber das war mit Augensalbe schnell wieder in Ordnung gebracht. Tja das war dann: Kennenlernen von Lisa's Krallen. Am nächsten Tag war eigentlich auch schon wieder alles vergessen. Hoffentlich war das erstmal bis auf weiteres alles.

13. Februar 2012: Schon wieder zum Tierarzt. Biene hat Gummi von Bea`s Futternapf gefressen. Ich hab noch geschaut und gedacht, naja das war nur so ein bisschen, wird schon. Ca. 1 1/2 Stunden später ging es los: Sie hat im Minutentakt gespuckt. Futter, Galle, Flüssigkeit und......... Gummi. Wir also ab zum TA, weil sie auch langsam sehr apathisch wurde. Der TA meinte dann, er gibt nichts gegen das Spucken, weil dann alles rauskommt, aber was zum Beruhigen des Magens und ich soll Sauerkraut in sie hineinstopfen *naklar*. Sauerkraut geholt und gefüttert. Alle mochten es, außer Biene, super. Aber trotz der Androhung, dass sie wenn es nicht besser wird am nächsten Morgen an den Tropf muss, ging es ihr nach der Spritze besser und so hatten wir noch einmal Glück im Unglück.

Ach ja: ein Loch im Bauch von der Katze blieb unbehandelt vom Tierarzt. Ich hatte die rettende Idee und habe mit Honig selber behandelt. Trotz riesen Geschrei und Unmengen von Blut war es auch nur eine kleine Verletzung, Ein winziges Loch von einer Kralle, weil Biene vor Lisa wilde Sau gespielt hatte und Lisa irgendwann der Kragen geplatzt ist.

Bis zum Mai gab es dann noch weitere kleine Sachen wie Humpeln, weil zu tief gesprungen, noch ein Ratscher, weil Katze geärgert. Aber mittlerweile hält sich alles in Grenzen. Wir hoffen mal, es bleibt so.

6. Juli 2012: nun ist es doch passiert: Biene ist krank und zwar richtig. Seit letzten Samstag schnupft sie. Sonntag habe ich noch abgewartet und bin dann am Montag morgen gleich zum TA. Da haben wir noch gedacht: naja mit alternativen Mitteln kriegen wir das in den Griff, ist ja nur etwas Schnupfen und geschwollene Lympfdrüsen. Am Mittwoch wurde es dann schlimmer, wieder zum TA und da war es auch schon Fieber und eine dichte Nase. Nun also doch Antibiotika - Spritze und ab Freitag Tabletten. Tja am Freitag morgen (also heute) war keinerlei Veränderung zu erkennen, dass wir wieder zum TA sind. Und trotz meines Eidnrucks war wenigstens das Fieber gesunken. Nun gibt es Hustensaft, Inhalieren und weiter die Tabletten. Vor allem: richtig viel Ruhe zum Gesundwerden.

6. Oktober 2012: Unsere Tierarztkosten steigen: Am 02.10. mussten wir zum TA, weil Biene ihren Durchfall nicht los wurde. Das bekamen wir dann schnell hin mit den richtigen Mitteln und einer Spritze (die anderen folgten dann zwar, aber nur kurz), naja und heute musste Biene in Narkose, weil sie 2 Milchzähne nicht verloren hatte. Die mussten nun gezogen werden. Und dabei zeigte sich, dass sie ziemlich hart im Nehmen ist. Erst wollte sie nicht einschlafen, dann musste sogar noch nachgespritzt werden und zu Hause war sie ziemlich schnell wieder wach. Allerdings nicht richtig, da sie wohl voll neben der Spur war. Sie schrie beim Aufwachen und reckte zu streckte sich. Naja gegen 15.00 Uhr war sie dann wieder einigermaßen fitt und abends hat sie dann schon wieder Wasi geärgert.

5. Januar 2013: ein "Ball"unfall. Biene wurde von einem schwerden großen Ball mit Noppen abgeschossen und es hat sie so schwer erwischt, dass sie krampfte und lange gebraucht hat, um wieder zu Atem zu kommen. Gewimmert und geweint hat sie länger und nach einer gewissen Zeit waren wir froh, dass sie sich wieder beruhigte. Es ist GsD nicht Schlimmeres passiert und so haben wir uns den Tierarzt gespart und denken, dass eine böse Prellung am Körper und ein bestimmt sehr großer blauer Fleck etwas brauchen, um zu vergehen.

10. Juli 2013: Der nächste "Ball"unfall. Wir mussten zum Not-TA.  Leider ist der große rote schwere Ball am Band den wir haben, genau auf Biene geworfen worden. Sie macht es einem aber auch  nicht leicht, sie läuft mit und dann...... ZACK abgeschossen. Allerdings war es diesmal dramatischer. Sie lag da wie tot und ich bin so schnell wie noch nie bei ihr gewesen, habe ihre Gliedmaßen inkl. Kopf wieder zurechtgerückt und dann erstmal gehalten. Meine Mutter bekommt "Ballspielverbot". Wir sind dann sofort zum Not-TA, der festgestellt hat, Lunge und Wirbelsäule haben was abbekommen. Flüssigkeit in der Lunge und sie konnte schwer atmen, was wir auf der Fahrt schon gemerkt hatten. Zwischendurch dachte ich, so jetzt hört sie auf zu Atmen und stirbt. Sie hat eine Spritze bekommen und absolutes Bewegungsverbot. Die Nacht hat sie dann gut überstanden bis heute (August) hat sie sich gut erholt. Es hat einige Zeit gedauert, bis sie wieder mit einem Ball spielen wollte. Aber inzwischen ist auch das vergessen. Nur wir dürfen das nicht vergessen. Noch einmal darf das nicht passieren.

14.05.14: Biene ist heute kastriert worden. Sie wurde jetzt alle 4 Monate läufig und das war schn eine medizinische Indikation. Sie war nur noch unter Hormonen, entweder Auf- oder Abbau. Wir haben den selben Ablauf wie bei Bea: morgens um 7 Uhr dasein und dann warten. Wir waren allerdings schneller wieder zu Hause und das Wetter war nicht so schön, dass wir also nicht in den Garten gefahren sind, sondern wirklich nach Hause. Wir hatten "Aufpasser" für den Fall, dass die anderen Gassi müssen. Biene hat es schwer genommen und leidet:

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5. Juni 2014: heute, 3 Wochen später: es geht ihr wieder gut. Die Fäden sind raus und sie spielt wieder. Sie hat es aber wirklich schwer genommen, 1 1/2 Tage nicht gepischert, spät gefressen und getrunken, wollte nicht laufen und hat viel geweint. Sie geht bis heute noch nicht wieder an Trockenfutter seit der Kastration. Auch das Fädenziehen war ein Drama, es war eine kleine Entzündung unter 3 Fäden und eine Beule. Da musste dann noch mal was gespritzt werden und 3 kleine Fädenreste blieben drinnen. Aber wie gesagt: heute ist alles wieder vergessen und ihr Ball ist wieder ihr ein und alles.

21. Januar 2015: mal wieder etwas krank. Aber GsD wohl nur eine Infektion der Atemwege. Sie ist von Anfang an ein Kandidat dafür gewesen. Im ersten Jahr hatte sie das schonmal und irgendwie ging das nie richtig weg. Naja nun erstmal Antibiotika und Tropfen für die Ohren, die sich auch entzündet haben, draußen Pullover bei der Kälte und dann wird es hoffentlich wieder.

8. August 2015: ich habe ein so schlechtes Gewissen. Ich selber habe dafür gesogt, dass wir in den Notdienst mussten: im Garten habe ich eine Rütteldose geworfen und Biene ist genau in die Flugbbahn gelaufen und hat sie abbekommen Die Atmosphäre war unwirklich, weil sie plötzlich auf dem Rücken lag und unansprechbar verdreht war. Ich also wieder sofort hin und sie hoch und wieder in die richtige Richtung gedreht. Aber sie war "weg". Ich habe ihren Namen gerufen, sie gestreichelt, gehalten und als sie nach einer gefühlten Ewigkeit wieder zu sich kam entschieden, dass sie sofort zum Arzt muss. Eine Freundin war da und konnte mich sofort fahren - GsD. Angekommen bekam sie sofort Cortison gegen Schwellungen und nach der Untersuchung stellte sich raus, dass sie gar nicht richtig da war. Also in Ruhe einen Zugang gelegt und mit ihr in einen Ruheraum wo sie auf meinem Schoß liegend einen Tropf bekam. Es hat geholfen. Es geht ihr wieder gut *puh* - ABER: es wird nichts mehr geworfen hier. Am Abend sah sie dann so aus:

Dezember 2016: irgendwas stimmt nicht mit Biene: sie wird immer noch immer weniger und sie wird vor allem immer nackter. Der Bauch ist schon bis zu den Vorderbeinn fast haarfrei und nun wollen wir doch mal wissen, was los ist. Also ab zum TA und der meinte gleich: Blutbild. Haben wir gemacht und dann gewartet. Das hat nun leider gar nichts gebracht. Die Werte sind alle im Normbereich somit kann es nur einen Grund geben: die Kleine hat Zwergenwuchs und die Hpophyse hat was..... vielleicht wird sie irgendwann nackt sein, was jetzt nicht schimm wäre. Hauptsache sie ist organisch gesund und das zeigen die Blutwerte:

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11. Juni 2017: Biene ist von uns gegangen......... Eine Odyssee von 4 Tagen liegt hinter uns mit dem Ergebnis, dass Biene friedlich auf meinem Schoß eingeschlafen ist.
 Seit letztem Mittwoch war sie komisch, naja ein wenig anders, sie mochte nicht mehr gerne laufen, also habe ich sie getragen bei den Spaziergängen. Am Donnerstag Nachmittag wackelte sie ein wenig als ich sie absetzte und so bin ich sofort zum TA gefahren. Dort haben wir allerdings nicht viel feststellen können und erstmal Schmerzmittel gegeben, da sie im Rücken Schmerz zeigte. OK dachte ich..... als ich am Freitag Mittag von der Arbeit kam war nichts mehr wie vorher. Sie lag unter meinem Bett, eingenäßt und eingekotet. Ich habe sie sofort geschnappt und den nächsten Notarzt (es war natürlich in der Mittagspause) aufgesucht.

Ich kam dort an und sagte nur, sie stirbt und dann wurde sie geröngt. Ok das fand ich noch ok, Beim Röntgen allerdings schrie sie schon auf (anders als sonst wenn sie wütend war). Auf den Röntgenbildern war dann zu sehen dass ihr Herz zu groß war und die Luftröhre etwas abgedrückt wurde. Das erklärte ihr komisches Atmen aber nicht ihren Allgemeinzustand - fand ich ..... der Arzt fand es allerdings nicht und meinte, wir müssen jetzt weitergucken, Blutdruckmessen...... hab ich auch noch zugestimmt und es ging ihr immer schlechter. Dann meinte der Arzt wir müssen großes Blutbild machen und ein Herzultraschall. Da sagte ich dann erstmals geben Sie mir doch bitte was mit und die Untersuchungen lassen wir JETZT erstmal sein, damit sie sie etwas erholen kann. Daraufhin ging der Arzt aus dem Behandlungszimmer und knallte die Tür hinter sich zu ????????????? die andere Ärztin meinte dann ich solle das verstehen, sie würden schließlich ihre Mittagspause für mich opfern......... ??????? HALLOOOO die hatten Notdienst.

Gut ich habe dann die Untersuchungen gegen mein besseres Gefühl machen lassen und sofort bereut. Sie schrie und war ganz komisch. Naja ich wurde dann mit etlichen Herzmittelchen nach Hause geschickt mit den Worten: das kommt vom Herzen und das Herz müssen wir kräftigen !!!

Nach einer Stunde zu Hause fing sie an zu Krampfen, der Krampf hörte dann wieder auf und 2 Stunden später ging der nächste Krampf los, der nicht mehr aufhörte. Natürlich war wieder Praxiszeit vorbei und ich musste wieder in diese "Notfallpraxis".......

Dort angekommen kam die Ärztin und schaute, dann ging sie wieder mit den Worten: ich komme gleich, muss nur noch einen anderen Patienten behandeln.

Ich habe da 1/2 STUNDE GEWARTET....... mit dem krampfenden Hund auf dem Arm.


Dann wurde geschaut und geschaut und Diazepam gespritzt, nach einer halben Stunde nochmal und nochmal und nochmal und es hörte nicht auf. Die Ärztin meinte dann sie würde sie dabehalten und was stärkeres geben. Narkose? ich vermute.

Am nächsten Morgen kam der Anruf: eine gute Nachricht, sie lebt und ist stabil. Was eine große Freude. Ich gleich hin und wollte zu ihr. Aber nein auch jetzt musste ich wieder im Wartezimmer warten bis ich an der Reihe war, solange war Biene allein in einem anderen Zimmer. Sie brachte sie mir dann ins Wartezimmer bei all den anderen Patienten, welche schon vorsichtig weggeschaut haben und ich kann euch sagen, das war kein Hund mehr, ein zitterndes Häufchen Elend - spätestens da habe ich in der Praxis geheult. Sie sei nicht über den Berg wurde mir gesagt. und eine Rechnung bekam ich auch noch mit.

Über den Tag verschlechterte sich ihr Zustand immer mehr aber sie hatte gefressen und viel geschlafen. Die Nacht auf Sonntag war dann die Hölle. Sie wollte mich nicht loslassen und hat sich ständig an mir festgeklammert. Sobald ich sie mal neben mich legte fing sie an zu Schreien und zu Krampfen. Sie wurde nur auf meinem Brustkorb ruhig wenn ich sich gestreichelt habe. Nachts noch den Notarzt angerufen der dann meinte so wie sich das anhört geht es von allein zu Ende ob ich nicht lieber warten wolle.
Um 7 habe ich dann einen Arzt angerufen von dem ich wusste dass er am Sonntag Praxis hat und er meinte ich soll um 11 Uhr da sein. Eine halbe Stunde später habe ich angerufen ob ich früher kommen soll. Ich sollte sofort losfahren und so sind wir zum Auto, Biene auf dem Arm in der Gewissheit sie wird gleich erlöst.

Soweit hat sie es nicht kommen lassen. An der ersten Kreuzung hat sie ihren letzten Atemzug getan und ist friedlich in meinem Arm eingeschlafen.

Ich bin entsetzt wie das alles abgelaufen ist und wütend, dieses Leid hätte man ihr ersparen können und müssen. Die 350 Euro die ich noch gezahlt habe habe ich natürlich gerne für Biene gezahlt. Aber müssen Ärzte nicht sehen, wann ein Kampf zu spät ist?

Biene an ihrem letzten Abend: (wenn Ihr auf das Bild klickt, dann erscheint ein Video)

Tierarztkosten ab Einzug von Biene:

2012
inkl. Grundimmunisierung

329,42 EUR

2013 105,64 EUR
2014 182,00 EUR
2015 142,87 EUR
2016 132,56 EUR
2017 354,96 EUR

Biene's Chip-Nr.: 276097202182702