Diagnose Epilepsie !!!

Tja nun ist es amtlich: Bea hat Epilepsie. GsD eine leichte Form – NOCH

Kurz vor ihrer letzten Läufigkeit im Januar 2013 hatte sie einen kleinen Krampfanfall, dem ich eigentlich keine große  Bedeutung gab. Kann ja mal sein, dass ein Hund krampft – Bauchweh, Rückenschmerzen oder sonst was. Naja allerdings kam 2 Wochen später der zweite Anfall und den hab ich dann schon ernster genommen und auch bewusster wahrgenommen:

Sie lag auf dem Bett, setzte sich plötzlich hin, sah mich mit aufgerissenen Augen an, fing an zu Hecheln und dann ging es auch schon  los. Der Anfall dauerte ca. 1 Minute, ich hab sie auf den Arm genommen, da ich befürchtete, sie fällt beim Krampfen vom Bett. Es krampten bei ihr auch nur die Gliedmaßen und der Körper, nicht die Schnauze - GsD. Denn sonst würde sie sich womöglich  noch verletzten. Anschließend habe ich mich bei TA gemeldet, weil ich das jetzt nach 2 x doch untersuchen lassen wollte.

Beim TA sind wir dann so verblieben, dass wir nun erstmal die Läufigkeit abwarten wollen, ob es vielleicht hormonell bedingt war bevor wir mit weiteren Diagnosen und eventuellen Medikamenten fortfahren. Soweit so gut.

Es ging dann auch eine gewisse Zeit gut und ich hatte schon Hoffnung aber der nächste Anfall kam dann doch.

Ab hier werde ich die Anfälle beschreiben, damit wir für die spätere eventuelle Behandlung Berichte haben. Laut unserer TÄ ist es nun definitiv eine leichte Form der Epilepsie. Woher das kommt? Keine Ahnung. Auslöser kann vieles sein. Als Welpe ist sie mal auf einen harten Boden gefallen. Man sagt, dass auch sowas ein Auslöser sein kann. Ich habe in ihrer Familie recherchiert und in ihren Vorfahren sowie Nebenlinien ist nichts bekannt. Daher gehen wir nicht davon aus, dass es vererbt wurde. Mittlerweile habe ich mit einigen Haltern von Epi-Hunden gesprochen und bei mir verdichtet sich der Verdacht, das Epi-Hunde generell ein anderes Verhaltensmuster aufweisen. Sie sind anfälliger für ängstliches Verhalten, übervorsichtig und Fremden gegenüber scheu. Aber das ist wie gesagt nur mein persönlicher Eindruck. Da wir in tierärztlicher Behandlung sind sei soviel schonmal gesagt, dass wir mit der Medikamentengabe noch warten, bis sich die Anfälle verändern. Sei es in den Abständen oder der Länge. Bisher können wir noch gut so damit leben und wenn wir erstmal anfangen, Tabletten zu geben, dann dürfen wir nicht mehr aufhören.

Gedanken müssen wir uns machen über zukünftig eventuell anstehende Narkosen oder Impfungen, da das alles Anfallauslöser sind. Bei der vor kuzem anstehenden Zahnsanierung habe ich mir darüber keinen Kopf gemacht und prompt kam nach der Narkose ein starker Anfall, den ich mit ihr im Arm aber gut überstanden habe. Es war zwar schwer, sie so schreiend und krampfend zu beruhigen, aber es hat geklappt und daher müssen wir gut abwägen, ob sowas zukünftig nicht zu gefährlich wäre.

So aber ab hier jetzt mal die weiteren Anfälle:

03.03.13 - 23.18 Uhr. Ich bin davon wach geworden. Sie zitterte und krampfte ein wenig. Das Wochenende (die Tage zuvor) war sie irgendwie anders. Ich vermutete schon, dass sie krank ist. Kaum was gefressen - anders als sonst. Schluckbeschwerden. Ruhig und viel geschlafen. Wir waren im Garten. Sie hat Wärme gesucht - in der Sonne gelegen, auch zu Hause und bei mir unter die Bettdecke. Am Abend hat sie dann Trockenfutter zu sich genommen und am Tag nach dem Anfall viel Hunger.

16.04.13 - 16.30 Uhr. Ich stand in der Abseite auf einem Stuhl und es polterte.  Ich sah Bea hinter mir im Flur krampfend. Sie wird wohl vom Bett runter und krampfend im Flur zu mir gekommen sein, daher so laut. Ich nahm sie hoch, beruhigte sie und es dauerte wieder ca. 1 Minute, dann war sie wieder ok. Sie hechelte und trank dann auch viel. Auch hiernach hat sie wieder was gefressen. War sie die letzten Tage anders? Mir ist nichts aufgefallen außer, dass ich dachte, sie müsste langsam etwas zunehmen. Sie ist so dürr geworden. Also hatte sie wieder weniger gefressen.

27.07.13 - 16.50 Uhr. Ein weiterer Anfall, den ich mitbekommen habe: Sie war im Garten heute den ganzen Tag schon komisch. War ständig hinter mir her. Wollte auf den Arm. Hat sogar mal kurz gespielt, obwohl das nicht ihr Ding ist. Dann wollte sie was zu Knabberg, was sie sonst auch nicht macht. Dann lief sie hinter mir her und ich sah ihr an, dass sie komisch wurde. Ich hab sie auf den Arm genommen, gesagt, sie krampft gleich und schon ging es los. Sie speichelte diesmal dabei und nach ca. 1-2 Minuten war wieder alles vorbei. Der Krampf löste sich, allerdings ging sie diesmal nicht Trinken, sondern saß noch eine Weile nur rum und legte sich dann hin.Heute war ein besonder schwüler Tag und ihre Läufigkeit ist seit heute auch vorbei. Ob das ein Auslöser war? Keine Ahnung. Aber ich merke immer mehr, dass ich ihre Anfälle so ca. 5-10 Min. vorher kommen sehe.

31.07.13 - 23.21 Uhr. Anfall  im Bett. Sie wieder unruhig den Tag, hat mehr gegessen als sonst, oder eher anders. Man merkte ihr an, dass sie Hunger hatte. Ist von einem Ort zum anderen und hat viel Gehechelt. Dann im Bett ist sie plötzlich von der Schlafstelle zu mir gerutscht und ich merkte schon, dass ein Anfall kommt. Um 23.24 Uh war es wieder gut und sie konnte schlafen.

13.08.13 - 1:.27 Uhr - ich war auf dem WC, sie kam angeschossen. Ich merke jetzt, dass sie immer wenn ein Anfall ansteht, zu mir kommt. Egal wie und wenn sie auf dem Bauch rutscht. Sie will zu mir. Sie kam dann an das WC-Becken zwischen meine Füße gepoltert. Ich habe sie auf den Arm genommen und schon ging es los. Wir ins Bett und diesmal war die ganze Sache etwas länger. Der Anfall war nicht so plötzlich sondern kam langsamer und ebbte auch anders ab. Sie hechelte noch etwas länger und wollte auf dem Arm bleiben. Ich schätze, alles in allem waren es diesmal 3 Minuten. Und diesmal habe ich an ihr vorher nichts bemerkt. Außer, dass ich mich abends gefreut hat, dass sie noch gut gegessen hatte. Langsam wird klar, dass sie vor einem Anfall immer gut frisst ?

02.02.14 - ca. 2.30 Uhr, also wieder Nachts. Ich wurde wach, weil sie sich zu mir robbte und schon ging es los. Der ganze Körper hat gezittert. Ging ca. 3 Min. Dabei fiel mir aber auf, dass es leichter war und sie somit inzwischen mindestens 2 weitere Anfälle hatte, die ich zwar wahrgenommen hatte, aber nicht als Anfall bemerkte, eher als "Bea ist aber komisch". Im Dezember war sie läufig. Es hat also keinerlei Bezug zu hormonellen Veränderungen. Daher kommt nun also auch eine Kastration auf keinen Fall in Betracht.

05.05.14: wir haben überlegt und überlegt, eigentlich waren ja doch alle Anfälle um die Läufigkeit herum bis auf den letzten. Und somit beschlossen, doch eine Kastration vorzunehmen. Sie wurde also nun am 30.04.14 kastriert und am 04.05. morgens ca. 6.00 Uhr kam ein Anfall. Ich hoffe, es hängt mit der beginnenden Hormonumstellung nach der Kastration zusammen, dann hätten wir Recht gehabt. Also erstmal weiter beobachten und Beten.

25.05.14: noch so ein kleiner fokaler Anfall morgens im Bett nach dem Aufwachen. Im Garten, aber wieder wie der vorherige: total leicht und nicht mit großen Krampfanfällen. Es ging ganz schnell wieder vorbei. Ich habe immer noch Hoffnung, dass es die Hormonumstellung ist, so war es auch jedesmal nach der Läufigkeit, bei abklingenden Hormonen mehrere kleine Anfälle......

09.08.16: es ist lange ruhig gewesen. Bis auf einen einzelnen Anfall im Mai 2015 in Dänemark, den ich aber der Gabe von Expot zuschreibe war bis zum 27.07.2016 nichts. Da ging es plötzlich im Garten um die Mittagszeit wieder los. Es dauerte wie früher nur ca. 1 - 2 Minuten und dann war der Spuk wieder vorbei. Ich habe lange überlegt, woran das gelegen habe könnte. Dann fiel mir ein, dass wir vor kurzem das Cortison abgesetzt haben. Ob es daran gelegen hat? Ca. 1 Woche später musste ich dann einmal Frontline geben und Bea verhielt sich sehr sehr merkwürdig, ständig so als würde ein Anfall kommen, aber es kam keiner toi toi toi

25.08.16: tja dann heute doch wieder einen Anfall und zwar mitten in der Ostsee. Ich habe sie abgekühlt und gebadet und als sie aus dem Wasser schwimmen sollte merkte ich dass sie unrund ist, sie fiel sogar im Wasser um und immer wieder versuchte sie ihr Bein zu kontrollieren. Dann habe ich aber schnell gemerkt dass es ein Anfall ist und habe sie hochgenommen. Ich hatte ca. 1 Stunde vorher eine Wurmkur gegeben. Ob es daran lag? Ich werde weiter alles beobachten.

15.07.18: lange Zeit war Ruhe, aber heute gab es einen Anfall, ich habe die letzten Tage schon gemerkt, irgendwas stimmt nicht mit Bea, aber daran nicht gedacht. Jedenfalls kam er abends Zuhause so ca. gegen 18.00 Uhr und war wie früher immer, sie kam zu mir gerobbt und schon ging es los. Dauerte wieder ca. 1 min. und dann merkte ich wie sie entspannte und durstig war. Hoffentlich geht es jetzt nicht wieder los, sondern lag nur an der Hitzeperiode die wir gerade haben.

15.09.18: wir waren ja lange unterwegs und haben auch noch Pico verloren, dann auf dem Weg zu einem Hundetreffen und prompt ging es da während des Treffens los: Bea krampfte, so ca. gegen 15.00 Uhr und es hielt doch diesmal etwas länger an, ich schätze es waren zwischen 1 und 3 Minuten. Ich bin mit ihr auf dem Arm raus aus der Gesellschaft und habe ihr Halt gegeben. Den Rest des Tages war sie allerdings ziemlich kaputt.

08.05.19: morgens früh um 6.00 Uhr - ich war gerade wach geworden und schon kam Bea an, ich sah sofort dass es ein Anfall wird und der verlief auch genau wie alle anderen: ca. 1 Minute und hinterher trinken und fressen. Aber der Abstand ist wieder etwas größer geworden, hoffentlich bleibt das so.

04.07.19: leider ist der Abstand wieder kürzer geworden - nachdem ich morgens schon gemerkt habe dass irgendwas nicht stimmt, aber es auf eine Magenverstimmung und Bauchweh geschoben habe bin ich kurz vor 12 auf zum Tierarzt weil ich das Gefühl hatte es stimmt was nicht (sie hat nicht gefressen, wollte nicht laufen, immer auf den Arm und Gras fressen). Egal mein Gefühl hat mich noch nie getrogen, also hin und wie es so sein sollte, bekam sie im Wartezimmer eine Anfall, dieses Mal am richtigen Ort, TÄ hat gleich was gegen die Krämpfe gegeben und die Helferinnen konnten sich davon überzeugen, dass sie wirklich krampft. Trotz allem natürlich Bauhweh und unsere Aufgabe ist jetzt: Tagebuch führen über die Anfälle (machen wir ja schon) und Ruhe Ruhe Ruhe. Wir schaffen das....

14.08.19: ein Anfall um 4.00 Uhr morgens, wird es jetzt ein monatlicher Abstand?

19.09.19 - Anfall um 5.30 Uhr, wieder genau einen Monat und die Anfälle häufen sich früh morgens

27.09.19 - Anfall um 19.30 Uhr - nach 2 Wochen wieder einer, hoffentlich wird das jetzt nicht noch kürzer, aber der Verlauf der Anfälle ist immer gleich. Immer ca. 1 Minute und sie frisst vorher viel, direkt nach dem Anfall auch und dann erstmal wieder ziemlich mäkelig.