Die Geschichte Asko's Erziehung/Ausbildung

Es ist natürlich schwer, diese Kombination auszubilden. Darüber war ich mir aber überhaupt nicht im klaren, als ich zu Asko kam.

Als Asko zu uns kam, habe ich mir natürlich Gedanken über Erziehung und Ausbildung gemacht. Schließlich würde er ein großer Hund werden. Aber ich hatte keine Ahnung von Hunden.

Also bin ich gutgläubig zum nächsten Hundeplatz gegangen. Natürlich musste es laut meinem Mann ein Schäferhundplatz sein. Also direkt zum SV. Welpenspielstunde war in Ordnung. Und die Hilfe, wie ich Befehle wie „Sitz“, „Platz“ usw. lehre, auch. Also immer erstmal beim Essen sitzen lassen. Dann, wenn es klappt, mit Platz weitermachen. Klappte wunderbar. Er lernte sehr schnell. Davon war ich begeistert. Also bin ich am

01.06.86 in den SV eingetreten.

Heute weiß ich, es war ein Fehler, aber damals... Dann ging es los mit der Ausbildung. Natürlich musste (aus Sicht der Ausbilder) aus Asko ein Schutzhund werden. Nur haben sie den Wolf in ihm vergessen. Er war eigentlich verspielt aber trotzdem sehr ängstlich. Die Ausbildung gestaltete sich dann so, dass er mit Gewalt an den Arm gehen sollte. Immer und immer wieder. Ich habe das ca. ¼ Jahr mit angesehen und merkte, dass Asko immer ängstlicher und unsicherer wurde. Sobald er einen der Ausbilder entdeckte, versteckte er sich zwischen meinen Beinen, sobald er sich losreißen konnte, war er im Wald verschwunden. Ich glaube ab da fing ich an zu denken, da kann etwas nicht stimmen. Also bin ich dort nicht mehr hingegangen.

Wir hatten aber weiterhin Kontakt zu seinem Bruder Arco. Und dieser ging auch auf einen Hundesportplatz, zeigte aber keinerlei derartige Verhaltensweisen. Nach einiger Ruhezeit habe ich mir gedacht, das schauen wir uns mal an.

Dort wurde Asko dann ganz liebevoll behandelt. Was er nicht wollte, das musste er auch nicht. Aber immer wieder diese Schutzdienstgeschichte. Zwar diesmal nur spielerisch – trotzdem.

Wir sind dann ein Jahr später umgezogen und dann habe ich die Hundeplatzgeschichte erstmal ad acta gelegt. Das war für seine weitere Entwicklung sehr hilfreich. Ich habe zu Hause in der Wohnung, auf dem Rasen mit ihm allein geübt. Und zwar nur die gängigen Befehle. Sitz, Platz, Halt, Komm, Steh usw. Das klappte plötzlich im Handumdrehen. Nach der Vorgeschichte Hundeplatz war Asko etwas aggressiv durch Unsicherheit geworden. Das habe ich durch dieses „allein Ausbilden“ wieder etwas in normale Bahnen lenken können.

Ich wollte auch keinen Hundeplatz mehr, aber trotz allem habe ich dann in Kiel einen Verein gefunden, welcher einfach nur ein bisschen Spaß mit Hund haben wollte. Natürlich auch Unterordnung, aber vor allem Agility, Ralleys, Unternehmungen u.ä.

Das hat ihm gefallen. Machte ihm Spaß. Er konnte bei mir sein und trotzdem musste er nicht unbedingt etwas tun, was gegen seine Natur geht (und seine Natur war einfach: sei vorsichtig, pass auf, wenn Gefahr droht, flieh....)

Fazit: Asko hätte nie eine Ausbildung gebraucht. Das habe ich im nachhinein gewusst. Er wollte nur mit mir zusammen sein und dafür hätte er alles gegeben und auch alles gelernt.