Danke Kathy

Unser Regenbogen-Asko:

Am 6. Dezember 1985 in Pinneberg geboren, kam ich am 19. Januar 1986 zum meiner Dosenöffnerin. Ich weiß, viel zu früh, aber es ließ sich nicht ändern, da meine Mutter leider zu neuen Besitzern nach Süddeutschland gebracht wurde. Leicht habe ich es ihr von Anfang an nicht gemacht. Ich bin ein Mix aus Schäferhund und Wolf. Das heißt, nur zu einem Viertel. Meine Mutter war eine Schäferhündin und mein Papa der Schäferhund-Wolf-Mix. Die Mutter von meinem Papa lebte auf einem Grundstück an einem Waldrand und hat sich dort von einem Wolf decken lassen. Hier seht Ihr ein Foto meines Papas. Leider ist es schon sehr alt und die Qualität ist ziemlich schlecht. Aber man kann trotzdem noch erkennen, was er ist.

Asko's Vater

Mein Frauchen weiß das alles, weil meine Mama ihrer Freundin gehörte und mein Papa der Mutter ihrer Freundin. Die konnten ihr dann genau sagen, wie ich entstand und wer meine Vorfahren sind.

Die Kombination sagt Probleme voraus. Ehrlich. Erst wurde ich nicht stubenrein. Hat fast ein halbes Jahr gedauert. Dann bin ich auch noch überängstlich oder sagen wir lieber übervorsichtig gewesen. Anfassen durfte mich kein Fremder. Ach ja, und ich konnte heulen; wirklich schön. Die Nachbarn haben sich oft gefreut. Wenn im Fernsehen ein Bericht über Wölfe kam, hat sich mein Frauchen immer einen Spaß daraus gemacht und mich mitsehen und -hören lassen. Da habe ich mich dann mit den Wölfen im Bildschirm unterhalten.

Aber mit Hundeschule, viel Geduld und noch viel, viel mehr Liebe habe ich mein Hundeleben in den Griff bekommen. Ich wurde sicherer und habe sogar eine Hunderalley absolviert. Leider konnte ich nie eine Begleithundeprüfung machen, da ich mein ganzes Leben lang nicht schussfest wurde. Das ging sogar soweit, dass ich bei Gewitter in die Badewanne oder die Dusche verschwand. Heißluftballon? Oh Gott, bloß unter die Couch. Und wenn auch nur der Kopf drunter passte. Das war insbesondere schlimm, da wir jedes Jahr in den Urlaub nach Dänemark fuhren und bei häufigen Urlauben war dann dort Manöver. Krieg, und das mir... Ich kam manchmal überhaupt nicht mehr aus der Dusche raus. Aber die meiste Zeit dort habe ich genossen. Laufen, Schwimmen und den ganzen Tag spielen.

1988 bekam ich dann einen Bruder, da Frauchen mit ihrem Freund zusammenzog und der hatte einen Schäferhund-Rottweiler-Mix. Die erste Zeit verstanden wir uns nicht besonders gut. Jeder wollte das Sagen haben und es gab einige böse Beißereien. Hier seht ihr mich nach einer solchen Beißerei

Asko nach einer Beisserei

Danach sagte mein Frauchen, jetzt wird einer von den beiden kastriert und ich war der jüngere und musste dran glauben. Aber danach ging es mit uns besser. Ich war wohl kein Konkurrent mehr und wir konnten sogar miteinander spielen und toben. Bis dann der Freund meines Frauchens irgendwie immer gemeiner zu mir wurde. Weil ich auch gerne bellte, hat er mich schon mal geschlagen, wenn sie nicht da war. Aber dann hat er einen Fehler gemacht und ich hatte eine kleine Wunde am Kopf. Da hat sie es dann bemerkt und was soll ich Euch sagen: Sie ist sofort ausgezogen mit mir. Da hatten wir dann ein schönes Leben zu zweit. Ich war ihr wichtiger und das habe ich ihr auch deutlich gedankt. Ich wich keinen Schritt mehr von ihrer Seite vor Dankbarkeit. Manchmal hat es wohl etwas gestört, aber ich glaube, nicht doll. Sie hat mich sogar mit zur Arbeit genommen. Da hatte ich einen schönen Platz hinter ihrem Schreibtisch. Und was wir dann alles zusammen unternommen haben, herrliche Ausflüge. Wir sind mit Schiff gefahren, um am Strand spazieren zu gehen. Im Harz sind wir auch gewesen. Da durfte ich dann mit einer Seilbahn in einem Zweisitzer mit meinem Frauchen auf einen Berg rauf und zu Fuß wieder runter. Sogar in eine Tropfsteinhöhle hat sie mich mitgenommen.

Tja und dann gingen die Krankheiten los. HD links, HD rechts, Arthrose auch in den Vorderbeinen. Ach herrje, das war nicht schön. Aber auch dafür hatte mein Frauchen Lösungen. Ich wurde 2 x operiert. Die Muskel in den Hinterläufen wurden durchtrennt, sodass die HD keine Probleme mehr machte. Gegen die Arthrose gab es dann mein Leben lang Muschelkalk und Gelatine. Es wurde besser...

Und dann wurde ich alt. Ich mochte nicht mehr lange spazieren gehen, habe viel geschlafen, wurde taub. Wir sind dann noch schnell umgezogen, damit ich keine Treppen mehr laufen musste. Mein Frauchen sagte, zum Tragen wäre ich zu schwer, also muss zumindest ein Fahrstuhl her. Den habe ich dann sehr genossen und mochte sogar wieder kleine Runden laufen und draußen spielen. Ich wusste ja, dass der Fahrstuhl mich wieder in die Wohnung bringt. Mein Frauchen sagte immer, mit dem alten Hund ist es ein sehr harmonisches Zusammenleben. Wir waren ja schließlich ein zusammengewachsenes Gespann. Bei meinem letzten Silvester konnten wir sogar kurz vor Mitternacht spazieren gehen. Schließlich hörte ich nichts mehr und die Knallerei hat mich überhaupt nicht gestört. Passanten sagten zu meinem Frauchen, das ist ja toll, wie dem Hund das gar nichts ausmacht. Sie hat natürlich nicht widersprochen.

Tja und dann bin ich am 2. Januar 1998 von einem Raufer zusammengebissen worden. Wir sind zwar sofort zum Arzt gefahren, aber ich hatte wohl so schlimme innere Verletzungen, dass ich 10 Tage später, am 13. Januar 1998 zu Hause im Arm von meinem Frauchen eingeschlafen bin. Hier seht Ihr meine letzte Ruhestätte, Ich bin noch am gleichen Tag in Timmaspe auf dem Tierfriedhof beerdigt worden.

Das Grab in Timmaspe

Und von hier oben, bei der Regenbogenbrücke glaube ich sagen zu können: Ich hatte ein schönes Leben. Bin 12 Jahre alt geworden, trotz der gesundheitlichen Probleme und habe meinem Frauchen viel geschenkt. Ich höre ihre Gedanken auch hier oben, sie denkt immer noch voller Liebe an mich und wird mich nie vergessen.

posthum wurde mir der Boulevard-Stern verliehen: